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Rennfahrer-Lotto

Die Rennfahrer-Abteilung des RV Helvetia Sulz organisiert nun bereits mehr als 25 Jahre lang zusammen mit der Sportkommission das sogenannte Rennfahrer-Lotto.

Das Rennfahrer-Lotto 2016 findet erneut im Herbst statt. Über das Wochenende vom 
29. / 30. Oktober 2016 können in der Turnhalle Sulz wieder um viele tolle Preise gespielt werden.

Die erste Lottorunde wird jeweils samstags um 19.30 Uhr und am Sonntagnachmittag um 13.30 Uhr durch den Verein offeriert.

Nebst einem Goldvreneli als Hauptpreis warten Speckseiten, Rollschinkli, Früchtekörbe, Lottoüberraschungen, Haushalt- und Elektrogeräte und viele weitere Preise auf Sie!

Auch für das Wohl der Lotto-Spieler ist gesorgt. Ab einer Stunde vor Lottobeginn ist die Küche geöffnet. Für alle Hungrigen und Durstigen, die nicht zu den Lotto-Glückspilzen gehören, ist eine kleine Beiz eingerichtet abseits von Jetons und Lottokarten.

Der RV Sulz freut sich über viele Lottospieler und Besucher.

 

 

Wie alles begann

Lotto2014Zum ersten Mal tauchte das Lottospiel im Radfahrer Verein Sulz im Zusammenhang mit den Veteranen auf. Diese brauchten Einnahmen für ihre Vereinskasse und haben sich deshalb entschieden, Lottos mit sogenannten Lottie durchzuführen. Nachdem dieser Anlass einige Jahre unter der Leitung von Eugen Weber und Josef Stäuble weitergeführt wurde, wurde bald auf weitere Durchführungen verzichtet, da die anfallenden Arbeiten doch eine zu grosse Belastung für die Veteranen darstellten.

Folglich verschwand das Lotto für einige Jahre aus dem Jahresprogramm des RV Sulz, ehe im Herbst 1985 der spielerische Anlass erneut zum Thema wurde. Durch die Gründung der Jungradler und der Sportkommission stiegen die Kosten und auf Grund dessen war es wichtig, durch einen Anlass Geld in die Vereinskasse zu bringen. „Das Lotto war dafür sehr gut geeignet, da die jährlichen sicheren Einnahmen dem Verein finanziell eine gewisse Stabilität und Sicherheit gaben.“, so der langjährige Mitorganisator und Lotto-Speaker Hansruedi Weiss.

Speaker, Kassier, Schreiber

So haben sich Armin Weiss, Walter Steinacher und Hansruedi Weiss bald darauf zusammengesetzt und an einer erneuten Durchführung eines Lottomatches gearbeitet. Es gab viel zu tun. Beispielsweise musste zuerst einmal ein geeigneter Ort für die Austragung gefunden werden. Dieser war dank der Unterstützung von Albert Stocker jedoch schnell gefunden – der Wirt stellte dem Verein grosszügiger Weise sein Lokal für zwei Tage zur Verfügung. Desweiteren musste auch ein Reglement für den Anlass ausgearbeitet werden. Darin wurde festgehalten, wer für welche Aufgabe zuständig ist und wie die Rahmenbedingungen gehalten werden sollten. Die Arbeitsaufteilung, die damals beschlossen wurde, hat bis heute beinahe unverändert standgehalten. So gibt es drei wichtige Ämter: den Kassier, der für die Abrechnung zuständig ist, den Schreiber, der die Kontrolle über den Anlasse unter sich hat, und den Speaker, der neben der Moderation des Lottos auch noch für den Preiseinkauf zuständig ist.

Hansruedi Weiss, der fünfzehn Jahre lang das Amt des Speakers inne hatte und nun bereits seit der ersten Austragung des Rennfahrer-Lottos für den Preiseinkauf zuständig ist, darf man als treibende Kraft beim Aufbau des nun bereits zur Tradition gewordenen Anlasses bezeichnen. Seine Aufgabe des Preiseinkäufers tätigt er nach mehr als zwanzig Jahren nach wie vor mit Begeisterung und viel Einsatz. „Ideal ist es, wenn man ungefähr ein Jahr vor dem nächsten Lotto mit dem Preiseinkauf beginnt“, meint der Mann vom Fach. „So hat man genügend Zeit zur Verfügung und kann sich nach geeigneten Preisen umsehen. Dabei ist es natürlich wichtig, stets die Augen offen zu halten, um bei guten Gelegenheiten direkt zugreifen zu können“, sagt Hansruedi weiter. Aber nicht nur der Einkauf, bei dem er viel Wert auf die Berücksichtigung von Sponsoren und die Einhaltung des Budgets legt, sondern auch die ideale Einteilung der Preise gehört zu seinem Aufgabenbereich. Denn die Zusammenstellung der jeweiligen Preise einer Lottorunde erfordert ebenso viel Aufmerksamkeit und Zeit. So ist es etwa wichtig, dass die Gewinne von angemessenem Wert sind und nicht zwei zu ähnliche in einer Runde herausgegeben werden.

Wie das Rennfahrer-Lotto zu seinem Namen kam Wenig überraschend liegt der Ursprung des Namens bei der Aktivabteilung der Sulzer Radsportler, den Rennfahrern. Zum Einen ist der Name dem Umstand zu verdanken, dass die Rennfahrer zur Zeit der Gründung dieser jährlichen Veranstaltung sehr erfolgreich waren. Dazumal war es bekanntermassen üblich, an den Preisverleihungen der Radrennen Naturalpreise zu übergeben, und so haben die Sulzer Radsportler bei vielen guten Leistungen dementsprechend viele Preise wie Küchenwaagen, Racletteofen, Wandteppiche und andere Gebrauchsartikel gewonnen. Da jedoch bald einmal jegliche Verwandte über eingefahrene Gewinne solcher Art verfügten, war die Idee entstanden, die Preise vom Verein durch Geld zu ersetzen. So wurden die von den Rennfahrern an den Wettkämpfen gewonnenen Preise am Lotto als Gewinne eingesetzt, während die Fahrer Geld in Höhe ihrer Naturalpreise zurückerstattet kriegten. „Eine daraus resultierende Folge war, dass die Rennfahrer ihren Preisen fortan viel mehr Sorg getragen haben und sie nach dem Rennen nicht mehr einfach in eine Ecke des Vereinsbusses geschmissen haben“, meint Hansruedi schmunzelnd. Denn natürlich konnte der Verein die Preise nur als Lottogewinne einsetzen, wenn diese unbeschadet waren. Eine weitere Veranlassung, das Lotto nach den Rennfahrern zu benennen, gab die Tatsache, dass insbesondere die jungen Sportler an diesem Anlass Jahr für Jahr tatkräftig mithelfen. Die Veranstaltung war vor allen Dingen ins Leben gerufen worden, damit die Rennfahrer gleichermassen wie die anderen Mitglieder ihre Arbeit für den Verein leisten konnten. Aus diesem Grund wurde der Termin für das Lotto auch auf anfangs Jahr festgelegt, da die Fahrer zu dieser Jahreszeit noch wenige bis gar keine Wettkämpfe und somit mehr Zeit für einen Arbeitseinsatz haben.

Mehr als 25 Jahre Rennfahrer-Lotto

In den nun schon mehr 25 Jahren der Rennfahrer-Lotto-Geschichte, hat sich einiges verändert und entwickelt. War der Ablauf eines Lottos den Radsportlern zu Beginn noch unbekannt und musste während eines Rennhocks unter den Fahrern geübt werden, so ist heute mehrheitlich klar, was ein Super-Lotto oder ein Jeton ist. Auch hat sich die Werbung für den Anlass stark verändert. „In den ersten Jahren haben wir die Plakate noch von Hand gemalt und gebastelt“, so Hansruedi. Heute werden nicht nur die Plakate maschinell gedruckt, sondern auch sonst viel Arbeit mit Hilfe des Computers erledigt.

In all den Jahren gab es einige kritische Momente, viele witzige Ereignisse und eine ganze Menge positive Erlebnisse. Und dies soll auch in den folgenden Jahren so weiter gehen.

(Bericht Januar 2013)

   
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